Am Anfang wurde der Krankentransport von der Feuerwehr mit einer überdeckten Handkarre ausgeführt, bis Herr Rickmers (Werftbesitzer) der Stadt Bremerhaven 1898 einen Krankenwagen für Pferdebespannung schenkte.
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| Krankentransport mit überdeckter Handkarre - Fabrikat Magirus - |
Pferdebespannung vor Sanitätswagen |
| Die Motorisierung bei der Feuerwehr Bremerhaven erfolgte erst ab 1925. Am 23. Oktober 1925 wurde ein Magirus-Krankenwagen in Dienst gestellt. Dieser war das erste Motorfahrzeug für den Krankentransport mit einer Leistung von 32 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Die Ausstattung bestand aus zwei Tragen übereinander, Verbandskasten, Sauerstoffkoffer und eingebautem Waschbecken. |
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Allgemein wurde bemängelt, daß die Federung der Krankenwagen sehr hart war. Nach der Verfügung des Preußischen Ministers für Volkswohl war das Führen des "Roten Kreuzes" auf Sanitätswagen der Berufsfeuerwehren verboten.
Mit dem preußischen Gesetz über das Feuerlöschwesen vom 15. Dezember 1933 wurden die Feuerwehren Preußens den Polizeibehörden unterstellt. Daraufhin bürgerte sich der Begriff "Feuerlöschpolizei" ein.
Die Wesermünder Berufsfeuerwehr (Feuerlöschpolizei) führte 1935 mit zwei Krankenwagen 1.807 Transporte durch. Infektionskrankheiten wie Scharlach, Diphtherie, Typhus, Tuberkulose gab es sehr häufig.
1937 wurde von der Feuerlöschpolizei Wesermünde ein neuer Krankenwagen (Opel-Blitz) für 8.500,00 RM beschafft.
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63 Berufsfeuerwehrleute erhielten eine Ausbildung für den Sanitätsdienst.
Den Lehrgang führte Dr. Blohm vom DRK jeden Dienstag von 20:00 bis 22:00 Uhr durch. Krankenwagen Opel-Blitz ( dunkelgrün)
Aufschrift: Städt. Feuerlöschpolizei Wesermünde mit Polizeikennzeichen |
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Ab den 28.11.1938 wurde per Feuerlöschgesetz die Feuerwehr als Feuerschutzpolizei der Polizeiorganisation voll eingegliedert.
Wegen Personalmangel konnte 1944 der Krankentransport nicht mehr durchgeführt werden. Im März 1944 übernahm das Deutsche Rote Kreuz für die Stadt Wesermünde den Krankentransport.
Im Jahre 1948 wurden die beiden ersten Mercedes-Krankenwagen, Typ V170, angeschafft. 1954 wurde ein Großraumkrankenwagen in Dienst gestellt. Im Großraumkrankenwagen konnte man zwei liegende und drei sitzende Patienten transportieren, er wurde als Unfallwagen eingesetzt.
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| Mercedes-Krankenwagen V170 | Großraumkrankenwagen ( Opel-Blitz ) |
Ein Infektionswagen wurde 1955 für 13.500,00 DM gekauft.
In den 60er Jahren waren nur einige Krankenwagen mit Funk ausgestattet. Meldungen wurden über Telefon in den Krankenhäusern oder über die Straßenfeuermelder abgesetzt. In dieser Zeit war das Stadtgas hoch giftig. Es gab viele Gasvergiftungen. Zur Wiederbelebung wurde anfangs der "Inhabad", später der "Pulmotor" eingesetzt. Der Transport innerhalb der Stadt kostete 8,00 DM. Auswärtstransporte, z. B. nach Bremen, 90,00 DM. Bei Mehrfachtransporten ermäßigte sich der Preis auf 5,00 DM je Patient
| Bild aus dem Jahre 1965 Von links: 2 Hilfskrankenwagen, 1 Infektionswagen, 1 Reservekrankenwagen, 5 VW-Bus-Krankenwagen und der Unfallwagen |
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Sofortmaßnahmen am Unfallort können Menschenleben retten.
70.000,00 DM stand ein gut ausgerüstetes Fahrzeug bereit. Die Feuerwehr hatte zwischenzeitlich 30 Transportsanitäter ausbilden lassen. Am 7. Februar 1972 wurde der 1. RTW/NAW in Dienst gestellt.
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| Der 1. NAW 1972 - Wache 1 (Barkhausenstr.) | Der 2. NAW 1975 - Wache Leherheide |
| Die Notärzte wurden nach dem "Rendezvous-Verfahren" eingesetzt. Am Tag war der Notarztwagen und zusätzlich ein Notarztfahrzeug (Opel Kadett) am jeweiligen Krankenhaus stationiert. Bei einen Notfall fuhren beide Wagen zum Einsatzort. Nach Dienstschluß des Arztes fuhr er entweder mit dem Notarztfahrzeug nach Hause, um einsatzbereit zu sein oder verbrachte die Nacht direkt in der Zentralen Feuerwache (ab 1980) und rückte mit dem Notarztwagen aus. Dieses Verfahren wurde bis März 1994 angewandt. | ![]() |
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| Typischer Krankenwagen bis 1985 | In den 90er Jahren wurde dieser Typ Rettungswagen angeschafft. |
Die bisher auf den Rettungswagen (RTW) vorhandenen "Pulmotore" wurden im August 1988 von den Fahrzeugen genommen und durch die in ihrer Wirkungsweise effektiveren "Ambu-Beutel" ersetzt.
Am 1. April 1994 wurde das Notarztsystem auf das "Rendezvous-Notarzteinsatzsystem" umgestellt.
Das Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF) ist ein Fahrzeug des Rettungsdienstes der Feuerwehr Bremerhaven, das sich zur Beförderung des Notarztes bzw. der Notärztin an den Not-/Unfallort eignet. Die mitgeführte medizinische-technische Beladung ermöglicht eine Primärversorgung der Notfallpatienten vor Ort. Das NEF wird auf der Zentralen Feuerwache (ZFW) bzw. am jeweiligen Krankenhaus des diensthabenden Notarztes stationiert. Die Besatzung besteht aus einem Notarzt/Notärztin und einem Rettungsassistenten von der Feuerwehr. Beide bilden einen taktischen Einsatztrupp. RTW und NEF zusammen bilden eine taktische Einheit. Mit diesem neuen Notarztsystem konnte eine noch größere Beweglichkeit im Notfall-Rettungswesen erreicht werden, um den Bürgern bei akuten lebensbedrohlichen Erkrankungen und Unfällen schnellstens Hilfe zu leisten.
Zu einem Notarzteinsatz sind gleichzeitig durch die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Bremerhaven das NEF und der nächste freie Rettungswagen zu alarmieren (Rendezvous-System). Alle RTW der Feuerwehr Bremerhaven sind mit einem Rettungsassistenten und einem Rettungssanitäter besetzt.
| Die großen Notarztwagen wurden mit der Zeit ausgemustert und die neuen Rettungswagen sind mit den notwendigen medizinisch-technischen Geräten ausgerüstet worden. Dazu gehören unter anderen ein Defibrillator-EKG-Gerät, Medikamente, Sauerstoffflaschen, eine Schaufeltrage, eine Vakuummatratze, eine Krankentrage, ein Krankentragestuhl und andere medizinische Geräte mit Zubehörteilen. Alle Transporte, ob für den qualifizierten Krankentransport oder den Rettungstransport mit oder ohne Notarzt, werden nur noch mit diesen neuen RTWs durchgeführt. | ![]() |
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| Rettungswagen von 1999 | Notarzt-Einsatzfahrzeug von 1999 |
| Am 30. Juni 2001 endete der Vertrag mit den drei Hilfsorganisationen (Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), gemeinsam mit der Feuerwehr Bremerhaven den "Rettungsdienst Bremerhaven" durchzuführen. Der Vertrag bestand elfeinhalb Jahre. Bild: RTW-93 (ehem. RTW für ASB-DRK-JUH) |
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| Das man in seiner Frei- und Bereitschaftszeit auch Erfindungen zum Wohle der Patienten entwickeln kann, bewiesen die beiden Oberbrandmeister Michael Reinicke und Mathias Breitschuh. Die beiden technikinteressierten Feuerwehrbeamten haben sich sehr intensiv damit auseinandergesetzt, wie die zum Teil lebensrettende Infusionslösung unabhängig von der Außentemperatur bei gleicher Temperatur gehalten und so dem Patienten verabreicht werden kann. Das Problem: Das Problem war, dass die Infusionen nur im Rettungswagen (RTW) vorgewärmt wurden, d. h. |
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| wurde die Behandlung nicht im RTW durchgeführt sondern an einer Stelle, die in einiger Entfernung zum RTW lag, kühlten die Infusionsflaschen wieder ab, bevor sie dem Patienten zugeführt werden konnten.Die Erfahrung bei vielen Einsätzen zeigte, dass die Infusionslösungen so weit herunterkühlten, dass ein Verabreichen nicht mehr möglich war. Aufgrund dieser Erfahrung entwickelten die Beamten in ihrer Frei- und Bereitschaftszeit eine Wärmebox in einem Notfallkoffer. Die Wärmebox ist schon seit einiger Zeit in Erprobung auf den Rettungswagen der Bremerhavener Feuerwehr. Die Erfahrungen, vor allem in den Wintermonaten, waren überzeugend. Die Lösung: Die integrierte Wärmebox im Notfallkoffer der RTW wird über die Fahrzeugbatterie betrieben. Die Wärmebox schafft die Voraussetzung, dass die Infusionslösungen auch bei niedriger Außentemperatur über Stunden auf nahezu konstanter Temperatur gehalten werden. |
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im Jahr 2004 insgesamt 13.420.
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