Feuerwehr Bremerhaven

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Historische Brandberichte

1977 - Brand auf MS "Burgenstein"

Tragisches Unglück in Bremerhaven

MS Burgenstein - Bild1

Überschriften wie "Knapp am Fall X vorbei" oder "Tödliche Giftgaswolke bedrohte Bremerhaven" und ähnliche Schlagworte waren am 11. Januar 1977 in der Presse zu lesen und im Rundfunk zu hören. Was war geschehen?
Am 10.01.1977 liefen um 9.25 Uhr mehrere Notrufe in der EZ ein, daß sich an Bord von MS "Burgenstein" eine Explosion mit nachfolgendem Brand ereignet hätte. Aufgrund dieser Meldungen rückte sofort die gesamte Wache I aus. Bereits während der Fahrt zur Einsatzstelle sah der Einsatzleiter über dem Einsatzort eine starke pilzförmige Rauchwolke, die über den Hafen in Richtung Stadt zog und forderte Verstärkung an. Die Wachen II und IV waren zu diesem Zeitpunkt bereits alarmiert worden. Eine Freiwachenalarmierung wurde gleichfalls durchgeführt.

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1975 - Zwei Tote bei Brand auf Trawler "Salzburg"

Bericht von der Nordsee-Zeitung vom 24. Mai 1975
Zwei Seeleute beschuldigten sich gegenseitig der Tat
Der Trawler "Salzburg" sollte am Sonnabend auslaufen
Rettung

Zwei Todesopfer forderte ein Brand in den Mannschaftsräumen des Fischereifahrzeuges "Salzburg" (651 BRT) gestern abend (Freitag, 23. Mai 1975) an der Kaje der Hanseatischen Hochseefischerei im Fischereihafen II. In einer dramatischen  Rettungsaktion in den völlig verqualmten Gängen und Kammern des Trawlers hatte die Feuerwehr drei Seeleute geborgen. Der erste Mann starb nach der Einlieferung ins Krankenhaus, der zweite überlebte mit einer schweren Rauchvergiftung und Verbrennungen, der dritte konnte nur noch tot aus seiner Koje gezogen werden. Nach ersten Ermittlungen wird Brandstiftung vermutet. Zwei betrunkene Seeleute beschuldigten sich gegenseitig, das Feuer, im Logis im unteren Niedergang gelegt zu haben.
Etwa um 19.45 Uhr torkelten dem Pförtner der Hanseatischen Hochseefischerei zwei Seeleute entgegen. In dem einen erkannte der Pförtner den Motorenwärter der "Salzburg", dem anderen den Koch der "Carl Wiederkehr". Der Pförtner:" Die beiden waren völlig betrunken. Der Koch beschuldigte den Motorenwärter, er habe Feuer gelegt. Der Brand sei aber bereits gelöscht, sagten sie mir."

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1972 - Wilder Orkan mit Windstärke 13

zog seine Spur durch die Seestadt Bremerhaven 

Einer der schwersten Orkane, der je Bremerhaven überzog, richtete am 13.11.1972 in der Seestadt Hunderte von Schäden an. Die Böen deckten Häuser ab, vertrieben Schiffe, entwurzelten Bäume, zerrissen Stromleitungen und gaben schließlich den Anlaß dazu, daß die Amerikaner den Flugplatz Weddewarden hinter dem Weserdeich teilweise räumten. Doch die Deiche blieben ungefährdet. Eine Orkanflut blieb aus. Das Hochwasser am späten Nachmittag lief nur 90 Zentimeter über den Normal- stand bis zur Marke von 4,50 Meter auf. Der Orkan kam selbst für die Meteorologen überraschend. Um 8 Uhr tickerte es gestern bei der Wetterwarte Bremerhaven über den Fernschreiber: "Unwetterwarnung. Südwest Stärke 6-8, in Böen 8-10, vereinzelt bis Stärke 12. Aber es kam noch stärker. Windstärke 12 wird ein Sturm bezeichnet, der sich mit einer Geschwindigkeit von 63 Knoten bewegt. Zwischen 9.30 Uhr und 10 Uhr heulten jedoch aus nordwestlicher Richtung Böen von 75 Knoten über Bremerhaven. Wenn es den Wert auf der Beaufortskala gäbe, dann wäre er Orkan mindestens Stärke 13 gewesen. Noch schlimmer als die Spitzenböen erwies sich die Durchschnittsgeschwindigkeit es Orkans. Dieser Dauerwinddruck lag bei Stärke 11. Zwischen 9.50 und 10.30 Uhr blieb diese Windgeschwindigkeit in dieser Stärke nahezu konstant. Der Druck zwang auf den Straßen Männer in die Knie, warf Frauen gegen Hauswände, schleuderte Autos gegen Bäume und Bäume auf Autos und schob parkende Autos mit angezogener Handbremse vom Kantstein auf die Fahrbahn.

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