Feuerwehr Bremerhaven

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Schiffsunfall auf der Weser vor Bremerhaven

Am Dienstagabend, 22. November 2011, sind gegen 20:00 Uhr auf der Weser vor Bremerhaven ein Frachtschiff und ein Containerschiff zusammengestoßen. Dabei traten derart massive Schäden am Frachter auf, dass dieser leck schlug.

(bar) Am Abend des 22.11.2011 ging in der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle die Meldung über die DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) ein, dass mehrere Person von einer Rettungsinsel nach einer Havarie gerettet werden mussten. Den ersteintreffenden Einsatzkräften der Feuerwehr Bremerhaven wurde mitgeteilt, dass das Frachtschiff leckgeschlagen war und Wasser nahm. Durch bordeigene Mittel ließ sich der 166 m lange Stückgutfrachter „Splittness“ mit einem Leergewicht von 16.073t allerdings so stabilisieren, dass eine max. Schräglage von 6° nicht überschritten wurde. Das mit 17000t Split beladene Frachtschiff machte an der Columbus Pier vor dem Stückgutterminal fest.

Die Besatzungsmitglieder, die im Vorfeld das Schiff verlassen hatten, übergab man an Land dem Rettungsdienst der Feuerwehr zur notfallmedizinischen Behandlung und führte sie anschließend der Seemannsmission zu. Verletzt war glücklicherweise niemand.

Auf Ersuchen der Wasserschutzpolizei übernahm das Havariekommando um 00:15 Uhr die Einsatzstelle. Im Verlauf der Nacht konnte mehr Wasser aus dem Schiff gepumpt werden als über die Leckagen eindrang, so dass am Vormittag die Feuerwehr Bremerhaven mit 8 Einsatzkräften und entsprechenden Mitteln und Geräten begann, die Lecks zu verschließen. Unterstützt wurde sie dabei von Berufstauchern des Helgoländer Tauchbetriebs.

Ziel dieser Maßnahmen war es, das Schiff aufzurichten und so zu sichern, dass es keine Schräglage mehr aufwies, um es dann entladen und in ein Reparaturdock schleppen zu können. Gegen 12.15 Uhr übergab das Havariekommando die Einsatzleitung an den Hafenmeister. Die Feuerwehr Bremerhaven stellte ihre Arbeiten am 24.11.2011 gegen 14:00 Uhr ein, da die „Splittnes“ aufgerichtet war. Im Anschluss begann man damit, das Frachtschiff zu entladen. Das zweite an der Kollision beteiligte Schiff, der Containerfrachter „Mol Efficiency“ (Länge 294 m), konnte mit deutlich geringeren Schäden den Hafen in Bremerhaven anlaufen.