Aufgaben der Feuerwehr im Brandschutz

"Retten, Bergen, Löschen, Schützen" - das sind die Hauptaufgaben der Feuerwehren in Bremerhaven. Im Allgemeinen unter dem Begriff "Brandschutz" zusammengefasst, ist dies auch die Pflichtaufgabe der Stadt Bremerhaven, festgehalten im Bremischen Hilfeleistungsgesetz (BremHilfeG), in dem das Land Bremen und die Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven als Träger der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr verpflichtet werden.

Ein altes Vorurteil lautet: Was das Schadenfeuer nicht kaputt macht, erledigt das Löschwasser.

Früher mag das vielleicht seine Berechtigung gehabt haben. Inzwischen hat die Feuerwehr Bremerhaven ihre Arbeitsweise konsequent professionalisiert. Es muss bei jeder Art von Einsätzen darauf geachtet werden, dass nicht nur die unmittelbare Gefahr gebannt wird, sondern dass auch die Folgeschäden (u. a. verursacht durch Rauch und Löschwasser), die oft wesentlich die Primärschäden übersteigen, möglichst gering gehalten werden. Dadurch wirkt ein Einsatz oft wesentlich unspektakulärer als früher, weil nicht mehr nur die Schnelligkeit sondern auch ein überlegtes, manchmal langsamer erscheinendes Handeln zählt. Damals galt es, bei Brandeinsätzen so schnell wie möglich das Feuer zu löschen; die Menge des Löschwassers war dabei unerheblich. Durch neue und verbesserte Techniken, wie z. B. im Bereich der Strahlrohrführung und -technik, stehen der Feuerwehr Mittel für eine effizientere Gefahrenbeseitigung zur Verfügung.

Aber nicht nur für die Brandbekämpfung gibt es bei der Feuerwehr Neuerungen. Auch die Personensuche in verrauchten Räumen, Wohnungen oder Gebäuden wird durch adäquate Technik, wie z. B. neue Wärmebildkameras mit hochauflösender Bilddarstellung und farbigem Display, erleichtert. Hiermit wird es der Feuerwehr ermöglicht, vermisste Personen unter Nullsicht oder in Dunkelheit schneller zu finden und zu retten.

Diese neuen Techniken zum schnelleren Auffinden von Personen und zum besseren Bekämpfen von Schadenfeuer in Gebäuden/Wohnungen werden bei der Berufsfeuerwehr Bremerhaven in einem zweigeschossigen, voll unterkellerten Haus in stabiler Betonbauweise unter realen Einsatzbedingungen geübt. Dieses sogenannte "Brandhaus" steht auf dem Gelände der Feuerwehr.

Es sind speziell ausgebildete Berufsfeuerwehrangehörige, Instruktoren für die Brandbekämpfung, die den Kollegen ihr Wissen in geregelten Ausbildungsabschnitten vermitteln.