Pressemitteilung Nr. 17 vom 26.02.2013

Erneut tätliche Übergriffe auf Einsatzpersonal der Feuerwehr

(bar) In der vergangenen Freitagnacht kam es erneut zu  Angriffen auf das Personal des Rettungsdienstes der Feuerwehr Bremerhaven.

Während eines Rettungsdiensteinsatzes gegen 23.50 Uhr in Geestemünde wurde ein Rettungssanitäter von am Rettungsdiensteinsatz Unbeteiligten zunächst angespuckt und anschließend durch einen Faustschlag schwer verletzt.  Der 31-Jährige musste mit einer Nasenbeinfraktur im Krankenhaus versorgt werden, eine notwendige Folgeoperation steht voraussichtlich noch an. Die Auseinandersetzung fand direkt im Anschluss an die Rückführung des Patienten in seine Wohnung statt.

Eine Stunde später, um 00.55 Uhr, wurde der Rettungsdienst zu einem weiteren Notfall im Stadtteil Lehe gerufen. Die hilflose Person, die auf der Straße lag, trat nach dem Helfer und verletzte diesen am Bein.

„Diese Vorfälle zeigen, dass die Maßnahmen, die wir im letzten Jahr ergriffen haben, absolut richtig und vor allem notwendig sind“, so Stadtrat Jörn Hoffmann. Die Feuerwehr hatte, nachdem es in der Vergangenheit vermehrt zu Übergriffen auf Personal und Gerät gekommen war, ein Deeskalationstraining für die Rettungskräfte eingeführt und eine Notrufeinrichtung in das Funkgerät einbauen lassen. Darüber hinaus wird das Umfeld der Rettungswagen von Kameras überwacht. „Bei einem Übergriff auf unser Einsatzpersonal werden wir grundsätzlich Strafanzeige stellen. Da ich zu 100 Prozent vor meinen Einsatzkräften stehe, darf unter keinen Umständen Nachsicht mit den Tätern geübt werden“, so der Dezernent der Feuerwehr, Herr Hoffmann, weiter. Grundsätzlich ist die Frage zu stellen: Was führt Täter dazu, die helfende Hand zu schlagen? Eine Antwort kann letztendlich niemand geben. Da dieses Gewaltpotenzial aber offensichtlich vorhanden ist, sieht sich die Feuerwehr bestätigt, Maßnahmen getroffen zu haben, die dieser Entwicklung entgegenwirken. Zum jetzigen Zeitpunkt ermittelt die Polizei den Sachverhalt.

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