Pressemitteilung Nr. 30 vom 05.04.2013

Stadtrat Hoffmann kritisiert Ergebnis der Senatsklausur

(brü) Stadtrat Hoffmann, der Dezernent der Feuerwehr, äußert scharfe Kritik an den Ergebnissen der Senatsklausur zur Besoldungsanpassung. Die Auswirkungen auf die „Feuerwehr“ bezeichnet er als dramatisch. „Mit der Abkopplung der Besoldungsanpassung ab A11 werden wir zukünftig richtige Qualitätsprobleme erhalten. Wir kämpfen bereits seit Jahren darum, geeignete Führungskräfte zu finden. Durch die nun beschlossene Maßnahme wird es zukünftig fast unmöglich sein, geeigneten Führungsnachwuchs aus dem eigenen Bereich für die Ausbildung zu motivieren oder externe Fachkräfte zu gewinnen.“ Bereits jetzt sind Stellen für Einsatzleiter bei der Feuerwehr nicht besetzt. Die Belastungen für die vorhandenen Führungskräfte gehen über zumutbare Grenzen hinaus. Bei externen Ausschreibungen konnten kaum geeignete Bewerber gefunden werden. Durch die bereits beschlossene Anhebung der Altersgrenze für Führungskräfte um 2 Jahre und die nunmehr beschlossene Abkopplung der Besoldung gibt es aber auch keine internen Bewerber mehr, die sich für eine Qualifizierung zur Führungskraft bewerben.

„Es ist schlicht und einfach finanziell absolut unattraktiv, sich dieser Führungsaufgabe zu stellen“, erläutert Stadtrat Hoffmann die Ursache für den zu erwartenden Führungskräftemangel. Am Beispiel eines 40-jährigen Feuerwehrmannes, der die Fähigkeiten und die Motivation für die Ausbildung zur Führungskraft mitbringt, erläutert Stadtrat Hoffmann das Dilemma. Im Einsatzdienst, z.B. als erfahrener Fahrzeugführer eines Löschfahrzeuges erhält dieser Beamte nach der Besoldungsanpassung ein Grundgehalt von ca. 2900 € brutto, hinzu kommen noch Zulagen für den Schichtdienst in Höhe von ca. 150€ monatlich.  Nach einer zusätzlichen fast 3-jährigen Ausbildung für den Führungsdienst mit Prüfung oder vergleichsweise einem zusätzlichen Studium wird der Beamte als Einsatzleitdienst eingesetzt, erhält die Verantwortung für umfangreiches Personal und wird in ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen eingesetzt. Hierfür erhält er dann ca. 200 € brutto mehr als in seiner vorherigen Aufgabe, parallel wird aber auch die Lebensarbeitszeit um 2 Jahre erhöht.

„Im Ergebnis werden wir mittelfristig führungslos werden und die Qualität der Feuerwehr wird drastisch sinken“, fasst Stadtrat Hoffmann die Auswirkungen auf seinen Bereich zusammen und appelliert an den Senat, dass diese Entscheidung dringend angepasst werden muss

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