Pressemitteilung Nr. 009 vom 07.02.2019

Dezernent steht hinter seinen Feuerwehrleuten

(KLA) Im April 2017 wird ein Feuerwehrbeamter der Berufsfeuerwehr Bremerhaven, der auch Rettungsassistent ist, im Rettungswagen zusammengeschlagen. Der Beamte, der helfen wollte, wurde dann aber vom vermeintlich Hilfebedürftigen mit Schlägen und Tritten verletzt. Er musste im Krankenhaus behandelt werden und ist bis heute dienstunfähig. Dies ist ein sehr schwerer Fall, aber durchaus keine Ausnahme. Seit 2015 gab es 16 Körperverletzungen gegen die Helfer der Feuerwehr Bremerhaven. Nun sollte dem mutmaßlichen Täter am vergangenen Montag in Bremen der Prozess gemacht werden. Doch bereits vor Prozessbeginn brach der Angeklagte im Gerichtsflur zusammen und musste in ein Bremer Krankenhaus transportiert werden.

Den Prozessbeginn wollten mehr als 60 Feuerwehrleute aus Bremerhaven und Bremen beobachten und hatten sich bereits im Gerichtsgebäude versammelt. Sie wollten mit ihrer Anwesenheit für Respekt und Wertschätzung für die Helfer werben. Denn leider erleben die Helfer, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen oder sogar aufopfern, dass ihr täglicher Einsatz nicht anerkannt wird oder ihnen sogar Hass und Gewalt entgegenschlägt.

Der Dezernent der Feuerwehr und des Rettungsdienstes, Jörn Hoffmann:
“Unsere Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst sind zunehmend körperlicher Gewalt aber auch verbalen Aktionen, wie Beschimpfungen und Beleidigungen im Alltag ausgesetzt. Immer häufiger kommt es vor, dass „blinde“ Wut und Aggressionen zu Übergriffen auf Einsatzkräfte führen. Hierdurch werden diese nicht nur körperlich, sondern oftmals auch seelisch verletzt. Das sind furchtbare und nicht hinnehmbare Taten gegenüber helfenden Einsatzkräften, die ich zutiefst verurteile“.

Hoffmann weiter: “Jeder Übergriff wird ausnahmslos durch uns zur Anzeige gebracht. Ich fordere die konsequente und entschlossene Strafverfolgung und eine spürbare Bestrafung für die Täter, die körperliche Übergriffe auf Rettungskräfte im Einsatz ausüben. Auch wer anstatt Hilfe leistet diese behindert muss dringend belangt werden.“

Stadtrat Hoffmann steht hinter „seinen“ Einsatzkräften und versichert, dass alles zum Schutz der Helfer getan wird.

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