Die Rettungshundestaffel Bremerhaven

Die Rettungshundestaffel Bremerhaven besteht seit Dezember 1992. Zu den Aufgaben gehört im Wesentlichen die Suche nach vermissten Personen und die Einleitung der Rettung durch ausgebildete und geprüfte Rettungshunde.

In Deutschland ist die Flächensuche die am weitesten verbreitete Art der Vermisstensuche. Da dies das Haupteinsatzgebiet ist, wird der größte Teil der Hunde darin ausgebildet. Bei vermissten Personen handelt es sich vorwiegend um:

  • Kinder, die sich beim Spielen verlaufen haben
  • ältere Menschen oder desorientierte Menschen
  • Unfallopfer, die nach Schockeinwirkung umherirren
  • suizidgefährdete Menschen

In der Flächensuche durchstöbert der Hund mit Hilfe des Hundeführers systematisch das abzusuchende Gelände. Bedenkt man die Schnelligkeit und Wendigkeit eines Hundes, ist ihr Einsatz wesentlich effektiver als die Suche mit einer menschlichen Kette. Ein Hund kann die menschliche Witterung noch bis zu 200 Metern Entfernung ausmachen. Der wichtigste Teil in der Ausbildung des Hundes ist die Motivation. Motivation ist das, was die Hunde in der Arbeit hält. Motivatinosobjekte für den Hund können sein Lieblingsspielzeug oder besonders gute Leckerchen sein. Weiter lernt der Hund in seiner Ausbildung das Bellen, Suchen, Riechen. Das Training wird an möglichst verschiedenen Orten durchgeführt, damit die Hunde sich nicht an Gegebenheiten, Verstecken, Wegen u. ä. orientieren können, sondern ihre Nase einsetzen müssen.

Ein ausgebildeter Rettungshund kann ein ca. 20.000 Quadratmeter großes, dicht bewachsenes Waldgebiet in kürzester Zeit vollständig nach vermissten lebenden Personen absuchen. Eine Menschenkette würde für das gleiche Gebiet ca. 20 Einsatzkräfte benötigen.